Start in das digitale Zeitalter für Land- und Amtsgericht Mainz - Landgericht Mainz unter neuer Leitung

Ab dem 03. Februar 2020 arbeiten das Land- und Amtsgericht Mainz mit der elektronischen Gerichtsakte, sogenannte e-Akte. Das Landgericht und das Amtsgericht Mainz sind damit ab heute neben dem Landgericht- und Amtsgericht Zweibrücken die nächsten Gerichte, welche nach den Landgerichten Kaiserslautern und Bad Kreuznach, dem Amtsgericht Bad Kreuznach und dem Oberlandesgericht Koblenz alle Neueingänge in Zivilsachen als elektronische Akte anlegen. Verfahren, die vor dem Stichtag anhängig geworden sind, werden noch als Papierakte geführt.

Durch die elektronische Akte stehen den Richterinnen und Richtern neue Möglichkeiten der Aktenbearbeitung und Textverarbeitung zur Verfügung. Zudem bietet sie den Vorteil, dass mehrere Bearbeiter zeitgleich auf die Akte zugreifen können und der Zugriff auch im Falle einer Aktenversendung erhalten bleibt, da hierfür lediglich eine digitale Kopie erstellt und versandt wird.

Der Einsatz der elektronischen Gerichtsakte wird im Sitzungssaal durch eine neue Medientechnik ergänzt: Akteninhalt kann nun über Großbildmonitore allen Verfahrensbeteiligten und Zuhörern angezeigt werden. Daneben ist in jedem Sitzungssaal eine Dokumentenkamera installiert, mit der Gegenstände und Unterlagen bis zu einer Größe von DIN A 3 den Parteien und der Öffentlichkeit gezeigt werden können, wobei auch eine Detailvergrößerung möglich ist.

Tobias Eisert, der offiziell am 01. Februar 2020 die Nachfolge von Angelika Blettner, angetreten hat, die am 31.01.2020 in den Ruhestand gegangen ist (vgl. Pressemitteilung des Justizministeriums vom 17. Oktober 2019), verfügt als vormaliger Präsident des Landgerichts Bad Kreuznach bereits über weitreichende Erfahrungen mit der e-Akte in Zivilverfahren, die am Amts- und Landgericht Bad Kreuznach seit dem 03. Dezember 2020 erfolgreich verwendet wird. Insoweit wird ergänzend auf die Pressemitteilung des Justizministeriums vom 03. Dezember 2018 verwiesen.